Es gibt zahlreiche Diätformen zur Reduktion von Gewicht, die sich aber oftmals erheblich voneinander unterscheiden. Nur die wenigsten Diäten sind wissenschaftlich überprüft. Daher werden viele Diätformen in der Medizin als unbewiesen oder sogar gesundheitsgefährdend angesehen.
Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung und die Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin empfehlen, dass Reduktionsdiäten nur über einen kurzen Zeitraum z.B. wegen der Gefahr einer Mangelernährung und bei Extremformen nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen sollten. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass eine Diät nur dann dauerhaft erfolgreich sein kann, wenn ihr eine Lebensumstellung hin zu vollwertiger Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität folgt. Anderenfalls kommt es meist zu einer erneuten Erhöhung des Körpergewichts, dem sogenannten Jojo-Effekt.
Der Vergleich von Diäten und die Auswahl der individuell am besten geeigneten Diät fallen wegen der unüberschaubar gewordenen Alternativen sehr schwer. Bei einem Vergleich der unterschiedlichen Diät-Theorien stellt man fest, dass sich viele in ihren Aussagen sogar widersprechen.
Sehr bekannt gewordene Diätformen sind beispielsweise die Atkins-Diät, d.h. Kohlenhydrate werden als dick machend angesehen und daher so weit wie möglich reduziert, Fett und Eiweiß dürfen dafür in beliebigen Mengen gegessen werden, oder auch die dem widersprechenden Low Fat Diäten bei denen gerade die Fettaufnahme reduziert wird. Die Theorie der Trennkost besagt, dass Eiweiß und Kohlenhydrate nur getrennt von einander aufgenommen werden sollen um deren einzelnen Verdauungsprozess nicht zu behindern. Das Konzept bei Weight-Watchers rechnet Nahrungsmittel je nach Fettgehalt und Kalorien in Punkte um und die Menge der Nahrungsmittelaufnahme richtet sich dann nach der individuell ermittelten Punktzahl. Erwähnt sei an dieser Stelle auch die Nulldiät, die wohl als radikalste Gewichtsreduktion bezeichnet werden kann. Hier wird über einen längeren Zeitraum hinweg keine feste Nahrung zu sich genommen, sondern nur kalorienarme Flüssigkeiten und eventuell Nahrungsergänzungsmittel. Dadurch verliert der Körper sehr schnell an Muskel- und Fettgewebe, weil er nach einigen Tagen auf seine Energiereserven zurückgreifen muss.
Bekannte Diäten sind: amapur-Diät, Ananas-Diät, Apfelessig-Kur, Atkins-Diät, Ayurveda-Diät, Blutgruppen-Diät, New York Diät, Fit for Fun-Diät, Fit for Life-Diät, Formula-Diäten, Hay'sche Trennkost, Hollywood-Diät, Kartoffel-Diät, Low Fat, Max-Planck-Diät, Mayo-Diät, Mayr-Kur, Montignac-Methode, Null-Diät, Pfunds-Diät, Reis-Diät, Saftfasten, Strunz-Diät, Vollweib-Diät, Weight-Watchers, Zitronensaft-Kur.